Es ist elementar! Das Erdelement

Stabil wie ein Fels

Stellen Sie sich ein solides Schulpferd vor, das in gemächlichem Tempo rund ums Viereck geht mit einem jungen Reiter auf dem Rücken – der Inbegriff eines Erdpferdes. Diese alten Gesellen tragen geduldig junge Reitschüler Runde um Runde damit sie die Basis der Reitkunst lernen können. Sie sind liebevoll und langsam und bieten einen sicheren und stabilen Ritt. Nicht alle Erdpferde sind einfach zu Handhaben aber wenn sie sich Mühe geben sind sie verlässlich und grosszügig. Mit einem grossen runden Bauch voller guter Sachen, die ihnen dankbare Schüler füttern, ist das Erdpferd sein Gewicht in Gold wert.

Der entsprechende Hund wäre ein lieber alter Labrador Retriever. Er ist ein bisschen übergewichtig aber lieb und sanft – der ideale Familienhund. Er toleriert die Kleinen, die ihn reiten wollen wie ein Pony und an seinen Ohren ziehen und liebt es, bei den Familienspaziergängen dabei zu sein – vorausgesetzt, sie sind nicht zu anstrengend. Er verkörpert das glückliche Gesicht und den wedelnden Schwanz der Sie nach einem anstrengenden Tag an der Türe begrüsst als ob er sagen wollte „ Komm, setz dich auf dein Lieblingssofa mit mir und lass’ all den Arbeitsstress los indem du mir eine lange Streichelsitzung verpasst!“ Seine freundliche Natur vergibt alles und ist sehr geduldig – genau das macht ihn zum „besten Freund des Menschen“.

Feuer- und Erdtiere haben beide ein freundliches Naturell, aber das Erdtier ist einfacher im Charakter, nimmts gemütlich und ist grundsätzlich ein „guter Junge“. Das Erdtier geniesst Gesellschaft und Verbindung, ist aber nicht so abhängig davon wie das Feuertier. Die grösste Motivation für das Erdwesen ist Komfort und Bequemlichkeit. Es vermeidet unnötige Bewegung ausser diese führt ihn näher ans Futter. Aber weil er ein angenehmer Geselle ist, wird ein Erdtier normalerweise nach anfänglicher Unlust Freude am Ausflug entwickeln. Und sagen Sie ja nicht, es sei faul, seine Ausdauer ist beeindruckend wenn der Motor einmal läuft!

Nimm’s gemütlich

Das Trainieren eines Erdtieres braucht viel Geduld – die gleiche Geduld, die ein Erdpferd seinem Reitanfänger entgegen bringt. Es denkt nicht sehr schnell und es dauert vielleicht länger, bis es etwas gelernt hat. Kurze, klare Lektionen in kleinen Stücken präsentiert liegen ihm am besten. Macht es die Aufgabe gut, bauen Sie sein Vertrauen mit viel Lob und Anerkennung auf. Die gute Nachricht ist – hat es die Lektion einmal gelernt, dann weiss es sie in alle Zukunft; sein Gedächtnis ist superb. Und verwechseln Sie sein langsameres Gemüt nicht mit Mangel an Intelligenz, das Erdtier kann recht clever sein. Denken Sie einfach daran, es nicht zu stark zu fordern indem Sie die Lektionen zu schnell einführen. Wird es zu stark gedrängt, wird es Widerstand leisten. Seine Ausstrahlung verliert an Glanz und seine unermessliche Geduld wird zu unvorstellbarer Sturheit. Lernen Sie, seine langsamere Gangart zu akzeptieren und Sie haben einen Partner, der Ihnen eine jahrelange treue Freundschaft schenken wird.

Tiergourmet

Ist der Sattel weg, geht das Erdpferd sofort seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Freizeit. Es liebt nichts mehr als in einer grünen Wiese auszuruhen. Sehr zu seinem Unglück ist es meist ein guter Futterverwerter. Da er offenbar zunimmt beim blossen Anblick von Kraftfutter, wird seine Diät oft eingeschränkt. Erdhunde haben das gleiche Problem – kurz das Schläfchen unterbrechen zum Fressen und dann weiterschlafen, wenn möglich. Regelmässige Bewegung ist wichtig um sie in Form zu behalten. Dazu sind sie auch eher anfällig für allerhand Verdauungsprobleme einschliesslich Kolik, Durchfall, Verdauungsbeschwerden und Zahnprobleme. Bei Pferden sollte regelmässig ein guter Pferdezahnarzt konsultiert werden – einfaches Abfeilen kann oft zu wenig sein. Bei Hunden muss gut auf die Zähne geachtet werden, auch da regelmässige Kontrollen beim Tierarzt. Viele Erdtiere sind „futterfokussiert“ und können uncharakteristische Ungeduld und Aggression entwickeln um die Fütterungszeiten. Gibt man ihnen zu viele Leckerlis kann das zu unangenehmem Benehmen und Zerstreutheit führen. Benutzen Sie stattdessen Lob und Streicheleinheiten sonst haben Sie bald ein Pferd das gerne beisst oder gewohnheitsmässig an Jackentaschen knabbert, oder einen Hund der unaufhörlich bettelt.

Erfolgsroutine

Regelmässige Routine und feinfühlendes Verständnis sind die Schlüssel zum glücklichen Erdtier. Routine bringt Komfort; sie geben ein Gefühl von Sicherheit und Kompetenz. Weil es nicht schnell denkt, erlauben ihm Routinen in einen bekannten Rhythmus zu kommen ohne ständig denken zu müssen. Aktivitäten, die längere Phasen von schnellem Denken erfodern, erhöhen den emotionalen Stress und sollten eingeschränkt werden. Sollten Sie aus irgendeinem Grund seine Routine ändern müssen, sei es etwas Kleineres (wie ein neuer Boxennachbar oder ein neues junges Hündchen im Heim)oder einen grossen Wechsel (wie einen Stallwechsel oder ein neues Zuhause), geben Sie ihm viel Unterstützung und Zeit, sich anzupassen.  Bereiten Sie es zum Beispiel auf ein neues Zuhause vor, indem Sie den neuen Ort besuchen und erklären, dass ein Wechsel bevorsteht.  Dieser Schritt wird den Stress des Wechsels reduzieren. Seien Sie liebe- und verständnisvoll und das Erdtier wird es Ihnen dankbar vergelten.

Auf der physischen Ebene haben Erdtiere verschiedene Gesundheitsproblem, denen sie unterliegen können. Wissen um diese „schwachen Stellen“ kann Ihnen helfen, schnell zu handeln, wenn sie erscheinen.  Es sind Knieprobleme, Tumore einschliesslich Warzen, Sarkoide, Melanome und Krebs oder fettige Geschwüre, Ödeme wie Gallen, Strahlfäule, schwache und durchhängende Rücken (oft durch Übergewicht) und häufiges Furzen oder schlechter Atem. Hat ihr Tier eines dieser Symptome oder solche in einem anderen Absatz erwähnte, schauen Sie doch ob Sie einen Akupresseur oder Akupunkteur in Ihrer Gegend finden und klären Sie ab, ob Ihr Tier von einer Behandlung profitieren könnte. Auch Kräuter können sehr wirkungsvoll bei vielen dieser Symptome eingesetzt werden.


Das Erdelement auf einen Blick

Die Fünf Elemente Theorie trennt die körperlichen Funktionen, die emotionalen Charaktere und andere Eigenschaften der Gesundheit und des Wohlbefindens in fünf Kategorien oder „Elemente“. Diese Unterscheidungen helfen Ihnen, das Element herauszufinden, das Heilung und Unterstützung braucht. Sie finden unten die Qualitäten des Feuer Elementes. Zum Beispiel: ein Pferd das stur ist und Kolikprobleme hat könnte ein Erdpferd sein. Diesen Tieren helfen Kräuter, Akupressur und Lifestyle Änderungen welche ihre entsprechenden Elemente ausbalancieren

Emotionale Eigenschaften des Erdtieres

Emotionale Stärken: Verlässlichkeit, Stabilität, Standhaftigkeit, Behutsamkeit, unkompliziertes Naturell, freundlich

Gestresst durch:
Mangel an Routine, Menschen die schnelles Denken erwarten, komplizierte Aufgaben, Betreuer welche den versöhnlichen Charakter des Erdtieres ausnutzen.

Ausgeglichen durch:
Ernstgemeintes Lob, Berührungen, langsame und geerdete Aktivitäten, Routine, friedliche Atmosphäre, Weidezeit, Komfort
Verletzlich durch: Sturheit, Besorgnis, Mangel an Vertrauen, Lethargie, Apathie, Abgestumpftheit, langsames Lernen, in immer gleichen Trott geraten

Reagiert auf Stress mit:
Nimmt Erfahrung nicht mehr auf; weigert sich, sich vorwärts zu bewegen; macht emotional zu; resignierte Kooperation

Lernstil: Profitiert von: langsamen, methodischen Lektionen mit viel Lob, welche Konzepte in kleinen Stücken lehren und früh auf einer positiven Note aufhören statt weiterzustreben nach etwas Neuem, eine ruhige Lernumgebung

Erfolgstipps: Sei GEDULDIG und unterstützend, lobe kleine Schritte und baue so eine felsenfeste Kompetenz auf.


Physische Eigenschaften des Erdtieres


Lieblingssport:
Pferde: Alles was wenig oder nur leichte Verausgabung verlangt, eventuell nach anfänglichem Widerstreben während der Aufwärmphase. Ein grossartiges Schulpferd, vorallem für Anfänger und Kinder; ausgezeichnetes Therapiepferd; gutes Pleasure-Pferd; gutes Freizeitpferd – lange Distanzen gut wenn Tempo langsam und ausgeglichen; nicht das beste Pferd für energiereiche und fordernde Wettbewerbe.
Hunde: Diese Hunde sind am glücklichsten wenn sie geliebte Familienhunde sein dürfen.

Häufige Probleme: Verdauungsprobleme, Durchfall, alle Arten von Kolik, Gewichtsprobleme, überaus futterfixiert. Furzen, Krebs, Melanome, Warzen, Tumore aller Art, Gallen, dicke Beine, allerlei Ödeme, aufgeblasener Bauch, Knieprobleme, „rain rot/ rain scald“, Strahlfäule, Hängerücken wegen dickem Bauch, liebt Süsses, Zahnprobleme, Lethargie oder träges Benehmen.

Gesundheitstipps:
Regelmässige moderate Bewegung, moderate Diät mit wenig Süssigkeiten, Weidegang/regelmässiger Spaziergang um das Tier aktiv zu erhalten, regelmässige Zahnkontrollen, “belly lifts” um den Rücken zu kräftigen.

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