Richtlinien fuer die Akupressur fuer Tiere

 

Techniken: Fingerdruck, Kreisen mit den Fingern, Daumendruck, Druck mit den Knöcheln, Druck mit dem Ellenbogen, Pulsieren, Gleiten, Druck mit Hilfsmitteln
 
Allgemeine Anweisungen: Platzieren Sie einen bis vier Finger auf dem Punkt und drücken Sie sanft und langsam in das Gewebe. Drücken Sie so tief wie es das Tier gut akzeptiert. Sie können auch Ihre Finger auflegen und sie in kleinen, langsamen Kreisen in beide Richtungen bewegen. Achten Sie darauf, die Haut zu bewegen und nicht nur darüber hinwegzugleiten. Arbeiten Sie sehr langsam; ein Kreis beziehungsweise das Hineindrücken ins Gewebe sollte volle vier Sekunden (einundzwanzig, zweiundzwanzig,....) dauern. Atmen Sie tief, während Sie am Tier arbeiten. Das ermutigt Ihr Tier, sich vollständig zu entspannen, und hilft Ihnen, so entspannt und fokussiert wie möglich zu bleiben. Wenn Sie möchten, können Sie sich vorstellen, wie heilsame Energie durch Ihre Hände in den Punkt hineinfliesst. In den meisten Fällen wird Akupressur auf beiden Seiten des Tieres wiederholt. Wenn eine Seite ganz besonders empfindlich ist, sollten Sie mehr Zeit auf der anderen verbringen.
Genauere Information und Auskunft über unsere Akupressur-Lehrmittel erhalten Sie auf unserer Webseite

Druck: Allgemein- tief und sanft. Verwenden Sie nur 2/3 des Drucks, den das Tier als angenehm empfindet. Notfall, Krise- Leicht oder sogar nur energetische Arbeit, wenn Ihr Tier akut empfindlich auf den Druck reagiert 
 
Dauer: Allgemein- 10 bis 60 Sekunden. „Leere“ (Energiemangel)- bis zu zwei Minuten (selten länger).

Halten Sie den Druck an einem Punkt für 10 bis 60 Sekunden, abhängig von der Reaktion des Tieres. 30 bis 45 Sekunden sind normalerweise ausreichend, länger ist schön, wenn es dem Tier zu gefallen scheint. Erlauben Sie dem Tier immer, Einfluss auf die Dauer Ihrer Arbeit zu haben. Achten Sie auf Zeichen der Entspannung wie tiefe Atemzüge, geschlossene Augen, Seufzen, Senken des Kopfes oder Lecken und Kauen. Wenn das Tier zeigt, dass es sich mit dem Druck unwohl fühlt, reduzieren Sie ihn, verlangsamen Sie Ihre Bewegungen und atmen Sie tiefer. Wenn es sich unverhältnismässig aufregt, beenden Sie die Arbeit und konsultieren Sie einen Tierarzt und/oder einen Tierakupresseur.
 
Häufigkeit: Allgemein- 1-4 Mal pro Woche. Notfall, Krise- 1-3 Mal pro Tag 
Anmerkung:  Einige Punkte, wie die Ting Punkte, können auch täglich genutzt werden.

Präzision:  Die meisten Akupressurpunkte sind ungefähr 2-3 cm gross; Sie müssen sich also keine Gedanken über eine übertriebene Präzision machen. Dennoch: die gängige Lokalisation des Punktes zu lernen, dieser so nahe wie möglich zu kommen und dann Ihre Arbeit auf den am höchsten energetisch „geladenen“ Punkt in diesem Gebiet zu fokussieren, optimiert die Ergebnisse. Denken Sie daran, dass Ihre Absicht den wichtigsten Faktor darstellt. Oder, wie Serge King sagt „Energie folgt der Aufmerksamkeit.“

Sicherheit: Denken Sie, während Sie arbeiten daran, sich selber sicher zu positionieren, besonders beiTieren, die ein schlechtes Körpergefühl haben oder zu Aggressionen neigen. Seien Sie sich ausserdem bewusst, dass Tiere während einer Akupressurbehandlung ungewohnt reagieren können. Stellen Sie sich zum Beispiel nie direkt vor oder hinter ein Pferd. Schützen Sie sich, wenn Sie an den Beinen arbeiten, mit Hilfe einer Kontrollbewegung. Wenn Sie an der oberen Hälfte des Beines arbeiten, legen Sie dazu eine lockere Faust auf den Trizeps oder den Oberschenkel. Beim Arbeiten weiter unten am Bein platzieren Sie eine Hand auf der Vorderseite des Röhrbeins. Und bitte knien Sie nie auf den Boden, wenn Sie an einem Pferd arbeiten. Bei Hunden, die beissen könnten, achten Sie auf die Warnsignale wie Knurren oder körperliche Verspannung. Eine Hand kann locker über dem Hals des liegenden Hundes bleiben, um ihn am Aufstehen und Beissen zu hindern. Dies sind alles seltene Situationen, denn die meisten Tiere lieben die Akupressur. Aber bleiben Sie achtsam und präsent um nicht überrascht zu werden und lassen Sie sich IMMER vom Tier in Ihrer Arbeit leiten.

SEHR WICHTIG! Akupressur dient nie dazu, den Tierarzt zu ersetzen! Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas mit Ihrem Tier nicht stimmt, rufen Sie sofort den Tierarzt und fragen Sie ihn, ob Sie zur Entspannung etwas Akupressur machen können, während Sie warten. Denken Sie bitte daran, dass Sie Körperarbeit mit dem Tier machen und als Massage-Therapeut oder Akupresseur nie eine Diagnose stellen oder ein Tier behandeln. Sie unterstützen nur seine Gesundheit und sein Wohlbefinden mit einfachen und sicheren Berührungen. Eine angemessene Diagnose sollte immer durch einen Tierarzt Ihres Vertrauens erfolgen.

 

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